Greenwashing bei Kleidung: Nachhaltigkeitsversprechen kritisch hinterfragt
Ein grünes Etikett, ein Blatt im Logo oder ein besonders klingender Materialname: In der Modebranche begegnen uns viele Hinweise, die Umweltbewusstsein vermitteln sollen.
Doch wie viel sagen solche Angaben tatsächlich über ein Kleidungsstück aus?
Manchmal wird ein gesamtes Produkt als nachhaltig beworben, obwohl sich die hervorgehobene Eigenschaft nur auf einen sehr kleinen Bestandteil bezieht. Beispielsweise auf ein Nähgarn, das lediglich einen Bruchteil des Kleidungsstücks ausmacht.
Die Materialangabe selbst kann dabei vollkommen richtig sein. Problematisch wird es, wenn daraus ein Umweltversprechen für das gesamte Produkt entsteht.
Genau darum geht es beim Greenwashing.
Wir erklären, woran du fragwürdige Werbeaussagen erkennst, welche Rolle Materialzusammensetzungen und Zertifikate spielen und welche gesetzlichen Regeln seit September 2026 gelten.
Was ist Greenwashing?
Greenwashing bedeutet, dass ein Produkt oder Unternehmen umweltfreundlicher dargestellt wird, als es tatsächlich ist.
Das muss nicht durch eine eindeutig falsche Behauptung geschehen.
Auch unklare Formulierungen, fehlende Informationen oder die besonders auffällige Darstellung einzelner Eigenschaften können einen irreführenden Eindruck erzeugen.
Das Umweltbundesamt beschreibt verschiedene Formen von Greenwashing. Dazu gehören unter anderem allgemeine Umweltversprechen ohne ausreichende Begründung, nachgeahmte Prüfsiegel und die übermäßige Hervorhebung einzelner Umweltaspekte.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob eine Aussage technisch richtig ist.
Ebenso wichtig ist, welchen Eindruck die gesamte Werbung vermittelt.
Quelle: Umweltbundesamt – Valide Umweltaussage oder Greenwashing?
Wenn 1 % nachhaltiger klingt als die übrigen 99 %
Stell dir ein T-Shirt vor, dessen Nähgarn aus einer bestimmten regenerierten Zellulosefaser besteht.
Der Hersteller hebt dieses Garn besonders hervor und bewirbt das gesamte Shirt anschließend mit einem umfassenden Nachhaltigkeitsversprechen.
Dabei macht das Garn in unserem Beispiel gerade einmal 1 % des Gesamtgewichts aus.
Die übrigen 99 % bestehen aus anderen Materialien.
Das Beispiel ist bewusst hypothetisch. Es beschreibt kein konkret geprüftes Produkt oder einen bestimmten Hersteller.
Die entscheidende Frage lautet: Was wird eigentlich beworben?
Wenn ein Unternehmen schreibt, dass sein Nähgarn aus Lyocell besteht, ist das zunächst eine überprüfbare Materialangabe.
Wird daraus jedoch die Botschaft, das gesamte Kleidungsstück sei deshalb besonders nachhaltig, reicht die Information über das Nähgarn als Beleg nicht aus.
Denn die Umweltauswirkungen der übrigen Materialien und Verarbeitungsschritte bleiben dabei unberücksichtigt.
Ein kleiner Materialanteil ist keine Umweltbilanz
Der prozentuale Anteil eines Materials beschreibt zunächst dessen Menge beziehungsweise Masse im Produkt.
Er sagt nicht unmittelbar aus, welchen Anteil dieses Material an den gesamten Umweltauswirkungen verursacht.
Ein Bestandteil, der nur wenig wiegt, kann beispielsweise mit aufwendigen Produktionsprozessen verbunden sein. Umgekehrt lässt sich aus seinem geringen Gewicht allein auch nicht schließen, dass seine Umweltwirkung bedeutungslos ist.
Deshalb wäre es ebenfalls falsch, pauschal zu behaupten, ein Materialanteil von 1 % könne niemals einen relevanten Umweltunterschied bewirken.
Was sich aber klar sagen lässt: Eine einzelne Materialeigenschaft ersetzt keine Bewertung des gesamten Kleidungsstücks.
Genau diese Unterscheidung ist auch im deutschen Wettbewerbsrecht verankert.
Seit dem 27. September 2026 untersagt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ausdrücklich bestimmte Umweltaussagen über ein gesamtes Produkt, wenn sich die behauptete Eigenschaft tatsächlich nur auf einen bestimmten Teilaspekt bezieht.
Quellen:
Lyocell, Modal und andere Fasern: Was steckt hinter den Namen?
Bei Textilien begegnen uns neben Baumwolle, Hanf und Polyester auch Begriffe wie Lyocell, Modal oder Viskose.
Diese Materialien gehören zu den regenerierten Zellulosefasern.
Ihr Ausgangsstoff ist Zellulose, die beispielsweise aus Holz gewonnen werden kann. Für die Herstellung der textilen Fasern wird die Zellulose industriell verarbeitet.
Dabei unterscheiden sich die Herstellungsverfahren.
Die europäische Textilkennzeichnungsverordnung führt Lyocell, Modal und Viskose ausdrücklich als eigenständige Faserbezeichnungen auf.
Ist Lyocell automatisch nachhaltig?
Nein.
Lyocell bezeichnet eine Faserart beziehungsweise ein bestimmtes Herstellungsverfahren.
Daraus allein lässt sich keine vollständige Aussage über die Umweltbilanz eines fertigen Kleidungsstücks ableiten.
Für eine Bewertung wären beispielsweise die Herkunft der Zellulose, die konkrete Produktion, eingesetzte Energie und Chemikalien sowie die weiteren Verarbeitungsschritte zu berücksichtigen.
Ein Lyocell-Nähgarn kann daher eine sachlich interessante Materialentscheidung sein.
Es macht aber ein ansonsten unverändert hergestelltes Kleidungsstück nicht automatisch zu einem insgesamt nachhaltigen Produkt.
Dasselbe gilt grundsätzlich für andere Faserarten.
Auch ein T-Shirt aus Hanf oder Bio-Baumwolle besitzt nicht allein aufgrund seiner Materialbezeichnung eine nachgewiesen bessere Gesamtumweltbilanz.
Quelle: Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 – Textilfaserbezeichnungen, Anhang I
Warum Materialangaben und Nachhaltigkeitsversprechen nicht dasselbe sind
Die Materialkennzeichnung eines Kleidungsstücks soll darüber informieren, aus welchen Textilfasern es besteht.
Dafür gelten in der Europäischen Union verbindliche Regeln.
Eine Angabe wie „55 % Hanf, 45 % Baumwolle“ beschreibt die Zusammensetzung der entsprechenden Textilbestandteile.
Sie ist aber keine Aussage darüber, wie viel Wasser bei der Herstellung verbraucht wurde, welche Treibhausgasemissionen entstanden sind oder unter welchen sozialen Bedingungen das Produkt gefertigt wurde.
Solche Fragen benötigen andere Nachweise.
Auch bei Nähgarnen, Futterstoffen und weiteren Bestandteilen muss zwischen der tatsächlichen Materialzusammensetzung und den gesetzlichen Kennzeichnungsregeln unterschieden werden.
Die europäische Textilkennzeichnungsverordnung enthält hierfür besondere Vorschriften und Ausnahmen. Nicht jeder Bestandteil muss deshalb zwangsläufig einzeln in der üblichen Faserzusammensetzung erscheinen.
Wer mit einem bestimmten Materialanteil wirbt, sollte dennoch eindeutig erklären, auf welchen Bestandteil und welche Bezugsgröße sich die Angabe bezieht.
Quellen:
Fünf weitere typische Formen von Greenwashing in der Mode
1. „Umweltfreundlich“ ohne nachvollziehbare Erklärung
Begriffe wie „grün“, „ökologisch“ oder „umweltfreundlich“ können weitreichende Erwartungen auslösen.
Doch welche konkrete Eigenschaft ist damit gemeint?
Geht es um den Rohstoff, den Energieverbrauch oder eine bestimmte Produktionsstufe?
Ohne entsprechende Erläuterung und Nachweise kann ein solches Versprechen irreführend sein.
Die seit September 2026 geltenden Regeln verbieten bestimmte allgemeine Umweltaussagen, wenn keine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachgewiesen werden kann.
2. Ein Naturmaterial wird mit Nachhaltigkeit gleichgesetzt
Hanf, Baumwolle und Leinen sind pflanzliche Fasern.
Ihre Herkunft aus Pflanzen bedeutet jedoch nicht, dass daraus hergestellte Kleidung automatisch umweltfreundlich ist.
Auch Naturfasern müssen gewonnen, verarbeitet und zu fertigen Textilien hergestellt werden.
Dabei können Energie, Wasser, Chemikalien und weitere Ressourcen benötigt werden.
Eine pflanzliche Faser ist deshalb eine Materialinformation, kein umfassender Nachhaltigkeitsnachweis.
3. Ein selbst gestaltetes Logo sieht wie ein Prüfsiegel aus
Ein grüner Kreis mit einem Blatt und dem Schriftzug „Eco“ kann wie ein unabhängiges Umweltzeichen wirken.
Das bedeutet jedoch nicht, dass dahinter eine externe Prüfung steht.
Seit September 2026 gelten strengere Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel.
Entsprechende Siegel müssen grundsätzlich auf einem dafür geeigneten Zertifizierungssystem beruhen oder staatlich festgesetzt worden sein.
Ein frei erfundenes Marketingzeichen darf nicht einfach den Eindruck einer unabhängigen Nachhaltigkeitsprüfung erzeugen.
4. Eine bessere Verpackung macht das gesamte Produkt angeblich grün
Ein Hersteller verwendet weniger Kunststoff in seiner Verpackung und bewirbt daraufhin sein Produkt als umweltfreundlich.
Die Reduzierung des Kunststoffanteils kann eine tatsächliche Verbesserung darstellen.
Sie sagt aber noch nichts über die Herstellung des eigentlichen Kleidungsstücks aus.
Wird die Verpackungsänderung so dargestellt, als belege sie einen Umweltvorteil des gesamten Produkts, kann das irreführend sein.
5. Klimaneutralität durch Kompensationsprojekte
Bei manchen Klimaversprechen werden verursachte Treibhausgasemissionen rechnerisch durch die Finanzierung externer Klimaschutzprojekte ausgeglichen.
Das bedeutet nicht, dass bei der Herstellung eines Produktes keine Emissionen entstehen.
Die seit September 2026 geltenden EU-Regeln untersagen bestimmte produktbezogene Aussagen über eine neutrale, verringerte oder positive Klimawirkung, wenn sie auf einer solchen Kompensation außerhalb der Wertschöpfungskette beruhen.
Quellen:
- Richtlinie (EU) 2024/825 – Europäische Union
- Umweltbundesamt – Neue Regeln zum Schutz vor Greenwashing
Was gilt seit September 2026 gegen Greenwashing?
Am 27. September 2026 sind in Deutschland neue Anforderungen an Umweltwerbung anwendbar geworden.
Grundlage ist die europäische Richtlinie (EU) 2024/825, die Deutschland im Februar 2026 in nationales Recht umgesetzt hat.
Die Änderungen betreffen unter anderem allgemeine Umweltaussagen, Nachhaltigkeitssiegel, bestimmte Klimaversprechen und die Darstellung einzelner Produkteigenschaften.
Umweltversprechen müssen zum tatsächlichen Umfang passen
Wer nur einen Bestandteil eines Produktes verbessert, darf diesen Vorteil nicht irreführend auf das gesamte Produkt übertragen.
Das betrifft beispielsweise Werbung mit einzelnen Materialien, Verpackungsbestandteilen oder Produktionsschritten.
Genau deshalb ist unser Beispiel mit dem Nähgarn relevant.
Eine zutreffende Aussage über Lyocell-Nähgarn kann zulässig sein. Eine daraus abgeleitete, nicht belegte Nachhaltigkeitsbehauptung über das gesamte T-Shirt kann dagegen gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.
Ob eine konkrete Werbung rechtswidrig ist, hängt von ihrer tatsächlichen Formulierung und dem vermittelten Gesamteindruck ab.
Allgemeine Umweltaussagen werden strenger beurteilt
Pauschale Umweltversprechen ohne die erforderlichen Nachweise sind nach den neuen Vorschriften in bestimmten Fällen ausdrücklich verboten.
Eine konkret eingegrenzte, sachlich zutreffende und belegbare Aussage ist davon zu unterscheiden.
Nachhaltigkeitssiegel benötigen eine belastbare Grundlage
Frei erfundene Gütezeichen dürfen nicht als unabhängige Nachhaltigkeitsnachweise dargestellt werden.
Das Gesetz enthält Anforderungen an Zertifizierungssysteme, deren Kriterien und die Überwachung durch unabhängige Dritte.
Rechtsquellen:
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb – aktueller Gesetzestext
- UWG – Anhang mit ausdrücklich verbotenen Geschäftspraktiken
- Richtlinie (EU) 2024/825
Was sagen Textilsiegel tatsächlich aus?
Textilsiegel können Verbrauchern helfen, bestimmte Produkteigenschaften besser einzuschätzen.
Allerdings prüfen nicht alle Siegel dieselben Anforderungen.
Einige beziehen sich auf bestimmte Schadstoffe. Andere umfassen zusätzlich Vorgaben für die Verarbeitung, die Rohstoffgewinnung oder soziale Bedingungen.
Deshalb sollte man immer prüfen, welchen Geltungsbereich ein Siegel tatsächlich hat.
Auch die Zertifizierung eines Lieferanten oder einer einzelnen Faser bedeutet nicht automatisch, dass das gesamte Kleidungsstück entsprechend zertifiziert ist.
Ein bekanntes Beispiel ist der Global Organic Textile Standard, kurz GOTS.
Bei einer GOTS-Zertifizierung kommt es auf die Anforderungen des Standards und den tatsächlich zertifizierten Geltungsbereich an.
Die bloße Verwendung von Bio-Baumwolle berechtigt nicht automatisch dazu, ein fertiges Kleidungsstück als GOTS-zertifiziert zu bewerben.
Quellen:
Ist Hanfkleidung automatisch nachhaltiger?
Nein.
Hanf ist eine pflanzliche Textilfaser mit verschiedenen industriellen Einsatzmöglichkeiten.
Ob ein Kleidungsstück aus Hanf eine geringere Umweltbelastung verursacht als ein vergleichbares Produkt aus anderen Materialien, lässt sich aber nicht allein aus dem Fasernamen ableiten.
Dafür müssten die jeweiligen Herstellungsbedingungen und weitere Lebenszyklusphasen betrachtet werden.
Unterschiede können beispielsweise durch den Anbau, den Faseraufschluss, die Garnherstellung, die Färbung, die Konfektionierung und den Transport entstehen.
Auch die Nutzungsdauer kann für die Bewertung relevant sein.
Eine pauschale Behauptung wie „Hanf ist immer nachhaltiger als Baumwolle“ wäre deshalb nicht ausreichend belegt.
Wir sollten Materialien anhand ihrer tatsächlichen Eigenschaften und nachvollziehbarer Daten bewerten, statt ihnen automatisch ein positives Umweltimage zuzuschreiben.
Wie gehen wir bei Smitzbilla mit Nachhaltigkeitsversprechen um?
Bei Smitzbilla steht Hanf als pflanzlicher Textilrohstoff im Mittelpunkt.
Unsere T-Shirts bestehen aus 55 % Hanf und 45 % Bio-Baumwolle. Bei unseren Hoodies kombinieren wir 20 % Hanf mit 80 % Bio-Baumwolle.
Für unsere Caps verwenden wir 100 % Hanf.
Wir möchten zeigen, dass sich Hanf nicht nur mit der Cannabiskultur verbinden lässt, sondern auch für moderne Streetwear genutzt werden kann.
Dabei beschäftigen wir uns mit Materialauswahl, Produktentwicklung und der Veredelung unserer Kleidungsstücke.
Ein Teil unserer Produkte wird von externen Herstellern gefertigt. Eigene Entwicklungs- und Veredelungsarbeiten übernehmen wir selbst.
Uns ist wichtig, diese Unterschiede transparent darzustellen.
Wir behaupten nicht, dass unsere gesamte Produktion klimaneutral ist oder dass unsere Produkte eine wissenschaftlich nachgewiesen bessere Umweltbilanz besitzen als sämtliche vergleichbaren Kleidungsstücke.
Dafür wären entsprechende Untersuchungen und Nachweise notwendig.
Ebenso unterscheiden wir zwischen der Materialzusammensetzung unserer Produkte und möglichen Zertifizierungen.
Unser Ansatz ist es, konkrete Informationen über unsere Materialien und Produkte bereitzustellen, anstatt weitreichende Nachhaltigkeitsversprechen ohne ausreichende Grundlage zu machen.
Wie kannst du Greenwashing bei Kleidung erkennen?
Wenn du ein Kleidungsstück kaufst, lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Folgende Fragen können dabei helfen:
- Worauf bezieht sich die Aussage? Auf das gesamte Kleidungsstück oder nur auf einen Bestandteil?
- Wie groß ist der beworbene Materialanteil? Geht es um den Hauptstoff oder beispielsweise nur um das Nähgarn?
- Was wird tatsächlich nachgewiesen? Eine Materialzusammensetzung, eine Zertifizierung oder eine umfassende Umweltleistung?
- Ist ein Siegel unabhängig überprüft? Gibt es öffentlich zugängliche Kriterien und eine nachvollziehbare Kontrolle?
- Werden wichtige Informationen weggelassen? Steht ein einzelner Vorteil im Mittelpunkt, während andere Herstellungsprozesse unberücksichtigt bleiben?
- Ist die Aussage konkret? Oder werden lediglich Begriffe wie „grün“, „bewusst“ und „nachhaltig“ verwendet?
Eine transparente Produktbeschreibung muss nicht jedes Detail der gesamten Lieferkette erklären.
Sie sollte aber keine weiterreichenden Vorteile suggerieren, als tatsächlich belegt werden können.
Quelle: Umweltbundesamt – Tipps gegen Greenwashing
Warum gehört Greenwashing auch zum Thema Slow Fashion?
Slow Fashion beschäftigt sich unter anderem mit einem bewussteren Umgang mit Kleidung und einer möglichst langen Nutzungsdauer.
Doch auch dieser Begriff ist kein automatischer Qualitätsnachweis.
Ein Kleidungsstück wird nicht allein dadurch langlebig, dass es als Slow Fashion bezeichnet wird.
Entscheidend sind unter anderem die tatsächliche Verarbeitung, die Nutzung und der Umgang mit dem Produkt.
Ebenso wenig muss ein bereits vorhandenes Kleidungsstück ersetzt werden, nur weil ein neues Produkt mit vermeintlich besseren Nachhaltigkeitseigenschaften beworben wird.
Mehr dazu erklären wir in unserem Beitrag „Slow Fashion statt Fast Fashion: Warum die Nutzungsdauer zählt“.
Fazit: Ein grünes Detail macht noch kein grünes Produkt
Ob ein Kleidungsstück tatsächlich umweltfreundlicher ist, lässt sich nicht anhand eines einzelnen Schlagworts entscheiden.
Ein bestimmtes Nähgarn, ein pflanzlicher Rohstoff oder eine verbesserte Verpackung können interessante Produkteigenschaften sein.
Sie ersetzen aber keine umfassende Bewertung des gesamten Kleidungsstücks.
Besonders kritisch wird es, wenn ein kleiner Bestandteil werblich so stark hervorgehoben wird, dass der Eindruck eines allgemeinen Nachhaltigkeitsvorteils entsteht.
Genau deshalb sind die seit September 2026 geltenden strengeren Regeln gegen Greenwashing wichtig.
Für uns bei Smitzbilla bedeutet glaubwürdige Kommunikation, konkrete Angaben zu machen, ihre Aussagekraft richtig einzuordnen und nicht mehr zu versprechen, als wir belegen können.
Denn ein ehrlicher Blick auf Materialien und Herstellung ist wertvoller als ein grünes Versprechen ohne Grundlage.